Geschlossene Immobilienfonds
Unter den geschlossenen Fonds zählen die Immobilienfonds zu den Klassikern. Mit dieser Form der Geldanlage können Anleger auch bereits mit geringen finanziellen Mitteln zu Immobilienbesitz kommen und von dem konstanten Wertzuwachs auf dem Immobilienmarkt profitieren. Immobilien gelten nach wie vor als beständige, solide und sichere Kapitalanlage, die auch inflationären Zeiten standhält. Insbesondere über einen längeren Anlagezeitraum ist bei Immobilien auch mit deutlichen Ertragssteigerungen zu rechnen. Die Werte der Immobilien haben sich in den vergangenen 40 Jahren um rund das Sechsfache gesteigert. Die Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt führen außerdem zu höheren Mieterträgen, die die Rendite bei geschlossenen Immobilienfonds zusätzlich ankurbeln.
Geschlossene Immobilienfonds: Investition in Gewerbeimmobilien
Geschlossene Fonds investieren meist in ein größeres Projekt. In der Regel handelt es sich dabei um gewerbliche Objekte, wie etwa ein Bürohaus, ein Einkaufscenter oder eine Hotelanlage. Einige geschlossene Immobilienfonds investieren auch in verschiedene Objekte an verschiedenen Standorten, um so das Risiko der Geldanlage zu streuen.
Das Investitionsvolumen ist bei einem geschlossenen Immobilienfonds beschränkt. Ist er voll gezeichnet, so wird der Fonds geschlossen, und der Erwerb weiterer Anteile ist nicht mehr möglich. Anleger erwerben mit ihrem Anteil in beliebiger Höhe eine Immobilienbeteiligung, die erst nach Ablauf der vereinbarten Fondslaufzeit wieder endet. Das Objekt, in das investiert wurde, wird dann verkauft, und der Erlös wird an die einzelnen Anteilseigner ausgeschüttet.
Immobilienfonds – in Immobilien investieren
Die eigene Immobilie ist ein Traum vieler Menschen. Der große Vorteil: Das Kapital ist durch tatsächliche Immobilien gedeckt, die laufenden Einnahmen tragen zum Lebensunterhalt bei. Doch viele scheuen eine Direktinvestition in Immobilien aufgrund des Aufwands. Einfacher ist es mit Immobilienfonds, dort werden die Vorteile vereint, Immobilien werden aktiv verwaltet und ein Verkauf ist ohne Immobilienmakler und Notar möglich.
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Lange Laufzeit - hohe Erträge möglich
Generell gehen geschlossene Immobilienfonds mit einer längeren Laufzeit einher. Von daher sollten sich Anleger sicher sein, dass sie das investierte Kapital für die kommenden zehn bis 30 Jahre nicht benötigen. Wird das Geld bereits vor Ablauf der Fondslaufzeit wieder angefordert, so müssen Verluste in Kauf genommen werden. Die Mindestanlage ist vergleichsweise gering, und liegt bei etwa 5.000 bis 15.000 Euro. Nach oben hin sind dem Anleger keine Grenzen gesetzt. Neben den Erträgen, die Anleger aus der Vermietung und Verpachtung der Immobilienobjekte sowie der Wertsteigerung erzielen können, ist es in einigen Fällen auch möglich, direkt vom geschäftlichen Erfolg des Objektes zu profitieren. Dann steht der Anteilseigner direkt in wirtschaftlicher Abhängigkeit vom unternehmerischen Erfolg, wie etwa bei Kinoanlagen, Seniorenheimen oder Hotels.
Chance-Risiko-Verhältnis bei geschlossenen Immobilienfonds
Die Investition in geschlossene Immobilienfonds beinhaltet Chancen – aber auch Risiken. Die Chancen liegen in erster Linie in der attraktiven Rendite, die sich über eine längere Laufzeit in Folge von planmäßigen Mieteinnahmen erzielen lässt. Das Risiko liegt andererseits jedoch darin, dass die Objekte beispielsweise nicht voll vermietet werden können, Mietausfälle vorkommen oder die Immobilie schlicht und einfach zu teuer eingekauft wurde.
Anleger sollten deshalb darauf achten, welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und welches Entwicklungspotenzial die Immobilie mit sich bringt, in den der geschlossene Immobilienfonds investiert. Darüber hinaus sollten die Tilgungsleistungen und die Mietbedingungen genau analysiert werden, bevor eine Investition erfolgt.