Medienfonds

Bei Medienfonds handelt es sich um geschlossene Fonds, die in Film- und Fernsehproduktionen investieren. Anleger können innerhalb des Platzierungszeitraumes Anteile an dem Fonds erwerben und damit zur Finanzierung der Produktionen beitragen. Am Einspielergebnis werden die Anteilseigner dann beteiligt. Neben der Investition in Film- und Fernsehproduktionen (so genannte „Producer-Fonds“) gibt es auch Medienfonds, die mit Filmlizenzen handeln (so genannte „Leasing- oder Buyer-Fonds“). In der Regel steht hinter einem Medienfonds eine Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH & Co. KG). Die einzelnen Anleger, die Anteile an dem Medienfonds erwerben, sind Kommanditisten und damit Teilhaber an der Gesellschaft.

Chancen und Risiken von Medienfonds

Medienfonds bergen einerseits hohe Gewinnchancen, andererseits jedoch auch hohe Risiken. In Abhängigkeit der jeweiligen Gesellschaft bestehen verschiedene Sicherheitskonzepte, die vor einer Investition in einen Medienfonds genau auf den Prüfstand gestellt werden sollten. Eine Risiko-Minimierung kann beispielsweise durch Vorabverkäufe der Projekte oder Ergebnis-unabhängige Bankgarantien erfolgen. Damit werden dem Anleger feste Einnahmequellen garantiert.

Risiken, die während der Laufzeit der Anlage entstehen können, sind meist über entsprechende Versicherungen abgedeckt – wie etwa der Ausfall der Hauptdarsteller eines Films, die verzögerte Fertigstellung, oder ein kompletter Produktionsausfall.

Einige Medienfonds decken die entstehenden Kosten für Produktionsfinanzierungen alleine über Eigenkapital, während andere Fondsgesellschaften teilweise auf Fremdfinanzierung zurückgreifen, um damit das zur Verfügung stehende Investitionsvolumen zu erhöhen. Auch dies spielt eine wichtige Rolle für die Bemessung des Risikos der Anlage.

Erträge durch Medienfonds

In der Regel investieren Medienfonds parallel in mehrere Projekte, sodass das Risiko gestreut werden kann. Die Erträge, an denen die Anleger in Abhängigkeit ihrer Anteilsgröße beteiligt werden, resultieren aus dem Einspielergebnis (z.B. Eintrittsgelder für Kinos, Events). Es fließen jedoch darüber hinaus auch die Gewinne mit ein, die durch den Verkauf von Fanartikeln und Erlösen aus Lizenzen generiert werden.

Um seriöse und chancenreiche Investments aufzudecken, wird Anlegern die Beratung durch einen Medienfonds-Experten empfohlen. Die Anlagedauer von Medienfonds liegt etwa zwischen fünf und sieben Jahren. Meist wird eine Mindesteinlage zwischen 25.000 und 50.000 Euro verlangt.

Medienfonds - Medien finanzieren und an erfolgreichen Blockbustern beteiligt sein
Mit Medienfonds können sich Anleger direkt an internationalen Medienprojekten beteiligen. Die Angebote sind vielfältig, Kinofilme, Videospiele oder auch Medienunternehmen können auf diese Art gefördert werden.
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