Immobilienfonds
Immobilienfonds investieren das Geld der Anteilseigner in bebaute und unbebaute Grundstücke, sowie auch unter anderem in Erbbaurechte oder Wohneigentumsrechte. Einige Immobilienfonds erwerben auch Anteile an Immobiliengesellschaften.
Welche Investitionen getätigt werden, hängt von den Anlagebedingungen des jeweiligen Immobilienfonds ab. Generell ist vorgesehen, dass mindestens 51 Prozent des verwalteten Kapitals in den Sektor Immobilien investiert werden. Dabei greifen Fonds-Manager meist auf gewerbliche Immobilien zurück, da diese im Regelfall die höheren Renditen mit sich bringen. Zugleich gestaltet sich auch der Verwaltungsaufwand hierbei weniger aufwendig als bei reinen Wohnimmobilien.
Risikodiversifikation durch gesetzliche Vorgaben
Handelt es sich um offene Immobilienfonds, so ist in Deutschland per Gesetz vorgeschrieben, dass mindestens in 15 verschiedene Objekte investiert werden muss. Damit werden die zur Verfügung stehenden Gelder gestreut, und das Risiko für die einzelnen Anleger reduziert sich. Darüber hinaus dürfen nur maximal 30 Prozent der Gelder deutscher Immobilienfonds in Fremdwährungsanlagen fließen.
Neben Immobilien kann ein kleinerer Anteil des verwalteten Kapitals auch in festverzinsliche Wertpapiere oder Geldmarkttitel investiert werden – 5 Prozent der Anlagegelder sind jedoch generell täglich frei verfügbar zu halten.
Schon mit geringen Beträgen auf dem Immobilienmarkt investieren
Immobilienfonds bieten Anlegern den Vorteil, schon mit vergleichsweise geringen Mitteln an der Wertentwicklung von Immobilien teilzunehmen. Als Privatanleger ist dies auf direktem Wege meist mangels Kapital nicht möglich. Darüber hinaus können Anleger über die Investition in Immobilienfonds den Aufwand vermeiden, der auf unmittelbarem Wege für die Verwaltung der Immobilieninvestments anfallen würde. Mit offenen Immobilienfonds bleiben Anleger flexibel und halten ihr Geld täglich frei verfügbar.
Rendite von Immobilienfonds: Konstant, aber mäßig
Die Rendite, die sich aus Immobilienfonds ergibt, ist eher durchschnittlich. Sie ergibt sich durch die Mieteinnahmen einerseits und die Wertsteigerung der Immobilien andererseits. In der Vergangenheit lagen die Renditen mit Immobilienfonds im Schnitt bei rund 5,5 Prozent. Große Wertschwankungen sind in der Regel nicht zu erwarten – dennoch sollten Anleger sich – wie bei jedem Fonds – auch bei Immobilienfonds über ein gewisses Verlustrisiko im Klaren sein.
