Superfonds

Unter Superfonds versteht man Investmentfonds, die ihr zur Verfügung stehendes Kapital in andere Investmentsfonds anlegen. Dabei sind Superfonds jedoch – anders als beispielsweise Dachfonds – nicht darauf beschränkt, in andere Zielfonds zu investieren, sondern können das verwaltete Kapital auch unmittelbar in alle Anlageklassen wie etwa Renten, Aktien, Anleihen, Optionen oder Immobilien, investieren. Superfonds unterliegen keinen Einschränkungen, welche Anteile des vorhandenen Fondsvermögens in welche Investments eingebracht werden. Damit sind die Flexibilität und die Möglichkeit, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren, mit Superfonds in hohem Maße gegeben.

Superfonds: Ein junges Finanzprodukt aus Amerika

Das Konzept Superfonds kommt ursprünglich aus den USA, und wurde erst im Jahr 2004 dank der EU-Investmentrichtlinie nach Europa gebracht. Es handelt sich demnach um ein verhältnismäßig neues Finanzprodukt, das im Vergleich zu anderen Fondsarten noch keinen so hohen Bekanntheitsgrad besitzt. Demzufolge ist auch die Anzahl der angebotenen Produkte in diesem Bereich noch verhältnismäßig übersichtlich.

Professionelle Vermögensverwaltung auch bei geringem Kapitaleinsatz

Fondsmanager eines Superfonds sind absolut frei in ihren Anlageentscheidungen. Sie können eigenständig und ohne Vorgaben darüber entscheiden, in welche Anlagen investiert wird und welche Gewichtung auf welchem Finanzbereich liegen soll. Durch die gegebene Freiheit in der Anlagestrategie bieten Superfonds interessante Chancen für Anleger. Mittlerweile sind auch vermögensverwaltende Superfonds auf den Markt, bei welchen das Fondsmanagement wie eine Vermögensverwaltung arbeitet und je nach Marktentwicklung Wertpapiere kauft und verkauft. Anleger profitieren mit Superfonds dann davon, dass sie mit bereits wenig Kapitaleinsatz eine professionelle Vermögensverwaltung in Anspruch  nehmen können, was sonst bei einer speziellen Beauftragung mit hohen Kosten verbunden ist.

Ertrag und Risiko: Anlagestrategie ist entscheidend

Superfonds können durchaus eine gute Grundlage für die individuelle Vermögensbildung darstellen. Allerdings sollten sich Anleger darüber Gedanken machen, welches Risiko sie einzugehen bereit sind. Es gibt sowohl Superfonds mit aggressiver Anlagestrategie, als auch Fonds mit defensiver Anlagestrategie. Die Superfonds, die eine aggressive Anlagestrategie verfolgen, bringen oftmals attraktive, hohe Gewinnchancen mit sich – besitzen auf der anderen Seite jedoch auch ein verhältnismäßig hohes Verlustrisiko. Bei Superfonds mit defensiver Anlagestrategie geht es weniger um überdurchschnittliche Gewinnchancen, als um eine auf Vermögenserhalt und solide Wertentwicklung ausgerichtete Geldanlage.

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